Sprox® - Magnete werden aus isotropen oder anisotropen Magnetwerkstoffen hergestellt. Barium- oder Strontiumferrit-Pulver wird mit thermoplastischen Bindemitteln zu einem spritzfähigen Granulat compoundiert. Die Verarbeitung erfolgt in modifizierten Spritzgießmaschinen unter Verwendung spezieller Werkzeuge. Diesen kostengünstigen Werkstoffen können durch Anlegen von Magnetfeldern im Spritzgusswerkzeug vielseitige Magnetisierungen aufgeprägt werden. Eine nachträgliche Magnetisierung kann vielfach entfallen. Besonders wirtschaftlich ist dieses Verfahren bei großen Fertigungsserien.
Magnete im Spritzgießverfahren lassen sich in vielfältigen Formen herstellen und können gleichzeitig mechanische Funktionen übernehmen. Darin liegt ihr großer Vorteil. Auch das Einspritzen von Einlegeteilen wie z.B. Achsen, Buchsen oder Ringen ist möglich. Die Beschickung kann je nach Stückzahl von Hand oder vollautomatisch erfolgen. Montagevorgänge lassen sich kostengünstiger gestalten, da diese Werkstoffe press-, schnapp- und formschlüssige Verbindungen mit Motorwellen usw. zulassen.
Es werden enge Toleranzen erzielt, so dass eine nachträgliche Bearbeitung im Allgemeinen nicht erforderlich ist. Die erreichbaren Toleranzen betragen je nach Größe 0,03 bis 0,25 mm. Bei Bedarf sind die kunststoffgebundenen Werkstoffe durch Drehen, Bohren, Fräsen und Schleifen bearbeitbar. Kunststoffgebundene Magnete sind nicht so spröde und brüchig, wie gesinterte Werkstoffe. Eine mechanische Nachbearbeitung des fertigen Spritzteils ist nicht erforderlich.
Durch den Kunststoffanteil von typischen zehn Gewichtsprozent liegen die magnetischen Werte unter denen des Vollmaterials. Es besteht jedoch die Möglichkeit, während des Spritzvorganges bei anisotropen Qualitäten eine magnetische Ausrichtung herbeizuführen. Dadurch lassen sich höhere magnetische Werte erreichen.